Kindheitskuchen: Marmorkuchen

Marmorkuchen mit Eierlikör

marmorkuchen02Nach so viel Kaffee ist es jetzt wieder einmal Zeit den Backofen anzuwerfen. Also habe ich in meinen Rezeptbüchern geblättert und einen Kuchen meiner Kindheit wieder entdeckt, den ich lange nicht mehr gegessen habe: Marmorkuchen.

Für mich ist Marmorkuchen immer mit Erinnerungen an Kaffeebesuch bei Verwandten oder von Verwandten zu Hause am Sonntagnachmittag verknüpft. Wie gern habe ich bei meiner Mutter oder meiner Oma in der Küche gestanden und ihr dabei zugesehen, wie sie den Kuchen zubereitet hat. Nur um am Ende den restlichen Teig aus der Schüssel zu naschen. Was auch sonst.

Das folgende Rezept habe ich von meiner Mutter bekommen und ist ein wenig anders als der klassische Marmorkuchen, denn statt Butter kommt Öl in den Teig und ordentlich Eierlikör. Dadurch wird er richtig schön saftig und schmeckt noch am zweiten und dritten Tag.

Für eine große Kastenkuchenform oder eine Gugelhupfform braucht ihr:

  • 75g Halbbitterschokolade
  • 5 Eier
  • 200g Puderzucker
  • eine Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • ein Viertel Liter Pflanzenöl
  • ein Viertel Liter Eierlikör
  • 125 g Mehl
  • 125 g Speisestärke
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 50 g gemahlene Haselnüsse
  • 2 TL Kakaopulver

Und so wird’s gemacht:

Den Backofen auf 175° C vorheitzen. Die Schokolade hacken und über einem heißen Wasserbad schmelzen. Eier, Puderzucker, eine Prise Salz und Vanillezucker mit dem Mixer mindestens 10 Minuten sehr cremig aufschlagen. Besitzer einer Küchenmaschine können in der zwischenzeit entspannen oder die Form vorbereiten. Alle anderen: durchhalten und zwischendrin die Hand wechseln. Nach 10 Minuten nacheinander Öl und Eierlikör langsam unter Rühren zugießen und gut unterrühren.

Mehl, Stärke und Backpulver mischen, über den Teig sieben und unterrühren. Die Hälfte des Teiges in eine zweite Schüssel geben. In eine Hälfte des Teigs Schokolade, Kakao und Nüsse geben und alles gut unterrühren.

Jetzt die beiden recht flüssigen Teige abwechselnd in die gefettete und mit Mehl ausgestäubte Form gießen oder löffeln. Ob dunkel oder hell zuerst bleibt dabei euch überlassen. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene 60 bis 70 Minuten backen. Der Kuchen geht beim Backen ordentlich auf, daher macht ihr am Besten am Ende der Backzeit eine Garprobe, um zu sehen, ob der Kuchen in der Mitte auch gar ist. Nach dem Abkühlen könnt ihr ihn mit Puderzucker bestäuben. Wenn es noch mehr Schokolade sein darf, dann einfach Schokoladenglasur drüber geben.

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Marmorkuchen eignet sich wunderbar für Picknicks, Radtouren, Ausflüge oder Geburtstage zum Mitbringen. Sollte am Ende des Tages noch etwas übrig sein, dann schmeckt er auch noch ein bis zwei Tage später. Oder ihr friert ihn einfach ein. Das geht auch.

Dazu wie früher ein Glas Milch oder Kakao oder einen Becher Kaffee und bei herrlichem Sonnenschein am offenem Fenster genießen.

Ich wünsche euch schöne Pfingsttage und viel Spaß beim Nachbacken und Wegnaschen.

Eure Meike