Testbericht: Comandante C40 – die Highclass Handmühle

Comandante C40 Handmühle

Handbetriebene Kaffeemühlen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, von günstig bis hochpreisig. Auch die Qualitätsunterschiede sind mannigfaltig. Und dann gibt es das neueste Modell der Firma Comandante, die C40 Nitro Blade.

Nicht umsonst ist diese Handmühle der Liebling der Kaffeeszene, vom Profi bis zum Hobbyisten. In diesem Artikel stelle ich dir diese hochwertige Handmühle vor.

Comandante C40 – Qualität „Made in Germany“

Das neueste Modell der Handmühle von Comandante ist noch einmal verbessert worden. Das konische Mahlwerk ist komplett aus speziell gehärtetem, rostfreiem Edelstahl, wird in einem patentierten Verfahren hergestellt und hat Messerstahl – Qualität. Die Schneiden sind einzeln nachgeschärft, so dass die Kaffeebohnen nicht klein gemahlen, sondern eher klein geschnitten werden. Durch ein Klickrad im Boden kann der Mahlgrad präzise eingestellt werden. Ein doppeltes Kugellager sorgt für einen leichten Lauf beim Kurbeln.

Die Comandante C40 wird komplett in Deutschland produziert. Zum Lieferumfang gehören zwei Auffangbehälter aus Glas (klar und braun), die ca. 40 Gramm gemahlenen Kaffee fassen. Ein Deckel ist ebenfalls dabei. Eines kleines, englisches Faltblatt über die Mühle und die verbauten Materialen liegt außerdem dabei. Es gibt die Mühle in zwei Ausführungen, Edelstahl und mit einer Verkleidung aus Eichenholz. Neben Kaffee kann mit der Mühle auch Tee oder Gewürze gemahlen werden.

Der erste Eindruck der Comandante C40

Das Erste, was mir beim Auspacken der C40 auffällt, ist das Gewicht. Mit 625 Gramm wiegt diese Mühle mehr als meine alte Skerton von Hario. Auch die Haptik des Holzes ist angenehm in der Hand. Insgesamt macht die Mühle einen sehr hochwertigen Eindruck. Bei dieser Handmühle wurden hochwertige Materialien verarbeitet. Das einzige sichtbare Plastikteil ist der Deckel, der verhindert, dass die Bohnen beim Mahlen aus der Mühle fliegen. Und der Deckel für die Auffangbehälter. Der Deckel ist laut Faltblatt aus Urochem 371, das aus natürlichen Materialien hergestellt wird und recycelt werden kann.

Handhabung und Reinigung der Comandante C40

Die Handhabung ist simpel und genau so wie du es auch von anderen Handmühlen kannst. Anders als zum Beispiel bei der Hario Skerton wird der Mahlgrad bei der C40 unten am Mahlwerk eingestellt. Dafür drehst du am kleinen Kreuz. Mit jedem Klick wird der Mahlgrad entweder feiner oder gröber, je nach Richtung. Die hörbaren Klicks sind leicht abzählbar, so dass du immer den richtigen Mahlgrad für deine Zubereitungsmethode findest, wenn du die richtige Klickzahl ermittelt hast. Du kannst den Mahlgrad nur einstellen, wenn auch der Deckel mit der Kurbel aufgesetzt ist. Der Deckel mit der Kurbel bleibt dank eines Magneten fest an seinem Platz.

Das Mahlergebnis ist sowohl bei einem feinen, als auch bei einem groben Mahlgrad durchweg gleichmäßig. Hier sind drei verschiedene Mahlgrade im Vergleich:

Vielen Dank an Hot Roasted Love und ihren Testbericht zur Comandante C40 für die passenden Mahlgradklicks als erste Grundlage für mich, um die Mahlgrade kennenzulernen.

auseinandergebaute Comandante HandmühleAuch die Reinigung der Mühle ist simpel, da sich die einzelnen Bestandteile einfach auseinander nehmen lassen. Das konische Mahlwerk kann komplett entfernt werden. Ebenso der Deckel mit Kurbel und die Kurbelstange.

Für die Reinigung des Mahlwerks nutze ich eine harte Zahnbürste. Den Auffangbehälter kannst du im Geschirrspüler oder per Hand abspülen. Um den Körper der Mühle von Kaffeeresten zu befreien nutze ich ein nebelfeuchtes Küchentuch.

Mein Fazit

Die Comandante C40 Nitro Blade ist der Ferrari unter den Handmühlen. Das Design ist schlicht und ansprechend und die verarbeiteten Materialien sind ausschließlich von hoher Qualität. Das Mahlergebnis ist durchweg homogen und kein Vergleich zu meiner alten Handmühle. Ich nutze die Comandante jetzt seit einem dreiviertel Jahr und bislang hat sie zuverlässig gearbeitet und kontinuierlich gute Ergebnisse geliefert.

Der einzige Nachteil ist die etwas schwere Handhabung für mich als Frau, da es doch etwas Kraft verlangt, um den Kaffee zu mahlen. Insbesondere bei einem feineren Mahlgrad. Zu Anfang musste ich sie mir zwischen die Beine klemmen oder mit der Hüfte gegenhalten, um genügend Kraft aufzubringen. Mittlerweile habe ich meine eigene Technik entwickelt und mehr Kraft in den Händen. Sie hat also auch noch einen kleinen Trainingseffekt ;).

Der Anschaffungspreis von 230 Euro ist natürlich auch kein Pappenstil, doch dafür bekommst du ein hochwertiges Produkt mit einer langen Lebensdauer. Die Comandante C40 kannst du über diverse Onlineshops erwerben, z. B. Coffee Circle oder Amazon*. Momentan ist die Ausführung mit Holz, die ich hier vorgestellt habe, nicht überall erhältlich bzw. wird erst wieder in den kommenden Monaten erhältlich sein.

Hier noch einmal ein paar Bilder von der Comandante C40:

Falls du mit dem Gedanken gespielt hast, dir die Comandante C40 zu zulegen, konnte ich dir hoffentlich mit diesem Artikel ein wenig bei deiner Entscheidungsfindung behilflich sein.

Ich wünsche dir einen tollen Start in die neue Woche.

Deine Meike

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8 thoughts on “Testbericht: Comandante C40 – die Highclass Handmühle

  1. Hallo Meike,
    vielen Dank für den Artikel über die Comandante C40 Kaffee-Mühle;
    weißt Du zufällig, ob man die Achse mit der parallelen Befestigung auch herausnehmen kann ?
    Wie zählt man die Raster der Feineinstellung?
    Wo ist der Nulpunkt?
    ich habe von 30 Eistellungs-Klicks gelesen, aber niemand beschreibt Anfang oder Ende.
    Die Liefereinstellung ist irgendwo in der Mitte.
    Eine Beatwortung meiner Fragen würde mich sehr freuen
    LG
    Ernst

    1. Meike Werner

      Hallo Ernst,

      wenn du mit der Achse das Kreuz meinst, das die Längsstange hält, dann kann man sie nicht herausnehmen.

      Ich habe einfach das Mahlwerk soweit auf fein gestellt bis es nicht mehr weiter geht. Von da ab zähle ich die Klicks.

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

      Viele Grüße und einen schönen Start in die Woche,
      Meike

  2. Hallo Liebe Maike,

    vielen Dank für deine tollen Bericht über die Comandante, dieser hat mich verleitet die Handmühle zu erwerben 🙂

    Ich bin Jedenfalls sehr begeistert über das gute Stück! Das Mahlergebnis (Hauptsächlich Filter Kaffee Hario V60) mit 26-27 Klick ist nahezu Perfekt.

    Ich finde den Preis in Anbetracht der Qualität und Leistung gerechtfertigt.

    Was ich Dich noch Frage möchte ist folgendens:

    Ist eine gelegentliche Reinigung durch die Zahnbürste ausreichend? Oder hast Du inzwischen eine andere Reinigungsmethode ?

    Über Deine Meinung freue ich mich schon sehr!

    Herzliche Grüße

    Daniel

    1. Meike Werner

      Hallo Daniel,

      freut mich, dass mein Artikel geholfen hat dich für die Comandante zu entscheiden. Ich bin auch weiterhin begeistert von der Handmühle.

      Bislang habe ich noch keine andere Reinigungsmethode ausprobiert. Ich reinige sie immer noch mit der Zahnbürste nach jedem Gebrauch. Es ist nicht perfekt, aber meiner Meinung nach ausreichend.

      Viele Grüße,
      Meike

  3. Hallo zusammen,

    also ich benutze zum Reinigen noch Milchreis und einen Malerpinsel (hart).
    Den Milchreis mahle ich etwa einmal pro Monat – der zieht wohl Fette etwas raus und ist neutral. Den Malerpinsel nehme ich zum Reinigen und auch um die hellen Kaffee-Reste an der Mühle direkt nach dem Mahlen noch abzustreifen und zu dem Mehl dazuzugeben. Gerade bei der Aeropress (hat mir mein Barista im Nachhinein erzählt) würde dies zu einem fruchtigeren Kaffee führen.
    Habe die Comandante nun seit Nov.2016 und bin hochzufrieden!

    Liebe Grüße

    Jonas

    1. Meike Werner

      Hallo Jonas,

      danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Milchreis durchmahlen werde ich am Wochenende mal ausprobieren.

      Viele Grüße und schönes Wochenende,

      Meike

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